Bathroom Part 1

Renovierung unseres zweiten Bades

Im Zuge der passiven Schallschutzmaßnahmen an unserem Haus wurde u.a. die gesamte Innendämmung des Daches neu gedämmt. Dies führte nun zwangsläufig zu einer früheren Renovierung unseres zweiten Bades als geplant. Die Fliesen an Wand und Decke sowohl die zusätzliche Beplankung mit Rigipsplatten wurden von mir abgerissen und die Sanitärobjekte entfernt. Anschliessend wurde die Decke wie im gesamten Obergeschoss durch die beauftragte Baufirma abgerissen und das alte Dämmmaterial entfernt. So weit der Abriss, das Ergebnis ist auf dem ersten Bild zu sehen.

Es folgt der Wiederaufbau…

Nach dem Abriss wurde durch die Baufirma ein neues schall- und wärmegedämmtes Kunstofffenster eingebaut, die Decke neu isoliert und mit Rigips beplankt. Da eine Schallisolierung der Aussenwände nur in den Schlafräumen durchgefuehrt wurde, habe ich mich dazu entschlossen, hier im Bad analog zu den anderen Zimmern eine Vorsatzwand mit 60cm Dämmwolle, Dampfbremse und 2-facher Rigipsbeplankung aufzustellen. Vorher mussten noch die Rohrleitungen fuer die Badewanne und das Bidet in die Wand integriert werden. Somit ist nun das gesamte Obergeschoss mit der gleichen Dachdämmung, Fenstern und Aussenwänden versehen.

Man sieht nun schon die Anschlüsse für das Bidet und die Duschbadewanne. Wir haben uns dazu entschieden, die Abseitenwand zu verkürzen, damit die Badewanne näher an die Dachschräge und damit komlett rechts neben das Fenster passt. Somit ist die Aufstellung einer Duschwand moeglich, welche dann mit dem Fenster abschliesst. Es ist zugegebenermaßen ziemlich eng, aber wir wollten auch hier eine Duschmöglichkeit schaffen und eine andere Plazierung wäre noch unvorteilhafter. Die Fussbodenheizungsrohre wurden übrigens bereits beim Hausbau relativ wild unter der Originalbadewanne verlegt, das entstammt also nicht meiner künstlerischen Hand 😉 Das Loch in der Abseite soll spaeter einem Regal dienen, damit durch Ausschrauben des Regals jederzeit ein Zugang zu den dahinterliegenden Rohren moeglich ist. Ist zweckmäßig und schoener als eine Tür bzw. Klappe.

Weitergehen sollte es jetzt eigentlich mit dem Einbau der Badewanne. Beim Ueberholen des WC-Spülkastens gab es jedoch eine Ueberraschung. Der Absperrhahn im Spülkasten wurde undicht und musste nun ausgetauscht werden. Leider ist das Rohr, an dem dieser Absperrhahn befestigt ist, sehr dünn und zudem nicht richtig in der Wand befestigt. Hier musste ich mir jetzt professionelle Hilfe holen, damit das Rohr in der Wand keinen Schaden erlitt und die Wand wieder geöffnet werden musste.

Durch Erhitzen des Absperrhahns konnte dieser losgeloest und durch einen neuen ersetzt werden. Das war vom Fachmann innerhalb von 15 Minuten erledigt und ich war wieder 50 EUR ärmer 😉

Nun habe ich jedoch gleich einen Holzklotz eingeklebt, an dem das Rohr befestigt wurde. Die Innereien des Spülkastens wurden jetzt von mir erneuert, sodass der ganze Spülkasten nun wieder fast wie neu ist :)

Nach diesem ungeplannten Ausritt konnte es nun mit dem Einbau der Badewanne weitergehen. Die Badewanne wurde zuerst auf die Wannenfüße gestellt, am Zu- und Abwasser angeschlossen und getestet. Alles dicht :)

Also alle Maße aufgenommen und die Wanne wieder demontiert. Zuerst wurde nun die hintere Mauer unter der Dachschräge als Wannenrandabstützung hochgemauert und an der Aussenwand eine Holzlatte in der Waage montiert.

Die vordere Mauer wurde nun ca. 6 cm breiter als der Wannenrand hochgemauert, aber ca. 1-2 cm niedriger als der geplante Wannenrand. Somit konnte die Mauer nun eingeschalt werden und durch Gießestrich exakt in der Waage aufgefüllt werden.

Als Vorbereitung wurden nun noch die Wände im Badewannenbereich wasserfest versiegelt und auch schon die Decke mit Latexfarbe geweisst.

Die Badewanne ist auch schon mit Seitenstreifen versehen und wartet nur noch darauf in Silikon eingesetzt zu werden.

Das erste Befüllen der Badewanne bzw. das Ablassen des Wassers hat gezeigt, dass das Wasser nicht schnell genug abläuft. Die Ursache hierfür liegt in dem Bodenabfluss, wo der Abfluss der Badewanne integriert ist. Hier wird der Zufluss so stark im Durchmesser beschränkt, dass es sich zurückstaut. Auch mit der vorherigen Badewanne hatten wir diese Erfahrungen schon gemacht. Daher habe ich mich kurzerhand entschlossen, den Bodenabfluss stillzulegen und das Abflussrohr unter der Badewanne neu in die Abseite zu verlegen und von dort in das Hauptabwasserrohr zu leiten. Somit konnte ich gleich eine Reinigungsklappe integrieren, an die ich später jederzeit durch die Abseitenöffnung herankomme.

Dieses zusätzliche Abflussrohr hat den Raum unter der Badewanne allerdings noch weiter verengt, sodass es nun schwierig wird, nach dem Einbau der Badewanne, die Wannenfüße in der Höhe zu verstellen.

So, alles ist  gut gegangen, nach einigen Verrenkungen ist es nun auch gelungen, die Wannenfüße in der Höhe zu verstellen. Die Seitenwände wurden nun noch mit Rigips verkleidet und der vordere Wannenrand schon mit Silikon abgedichtet.

Somit ist nun alles fertig zum Fliesen des Bades :)

Nun gibt es endlich auch sichtbare Ergebnisse…

Es dauert bei mir zwar etwas länger als beim Profi, aber es geht voran. Pro Wand brauche ich ca. einen Tag. Die erste Wand war besonders zeitaufwendig wegen der vielen Anschlüsse für das WC, das Waschbecken, die Steckdosen und Schalter, sowie die Einrahmung des Spiegels.

Die zweite Wand ist komplett ohne Ausparungen, aber auf Grund der grossen Fläche hab ich auch hier einen Tag bebraucht.

Auf der Fensterseite ist mir nun ein kleiner Fehler unterlaufen. Als wir uns nach einer kleinen Kaffeepause das bereits Geschaffte anschauten, wurde ich berechtigterweise gefragt, warum denn die Borduere rechts neben dem Fenster nicht weiter verlaufe?? Oops…durch die Unterbrechung der Borduere durch das Fenster, hab ich doch schlichtweg vergessen, diese weiterzufuehren. Also die frisch gelegten Fliesen (ca. 2qm) wieder runter. Ein paar wenige konnten gerettet und wiederverwendet werden, aber die meisten mussten sowieso neu zugeschnitten werden.

Waschbeckenseite

Der Rest klappte dann Gott sei dank reibungslos und erstaunlich problemlos, auch beim anschliessenden Verfugen.

Bei den Bodenfliesen habe ich mich nun zum ersten Mal entschlossen, diagonal zu fliesen. Hier hab ich dann auch lieber etwas mehr Zeit in die Verlegeplanung investiert, sodass z.B. die Fliesen diagonal von der Badewannenecke aus verlaufen und an der Tuer mit voller Groesse anfangen.

Trotz der Fliesenhaerte lassen sich die Bodenfliesen doch relativ gut brechen und alles verlaeuft reibungslos. Eine Haelfte am ersten Tag und die andere Haelfte am naechsten Tag. Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat.

Nach abschliessendem Vefugen der Bodenfliesen und dem Versiegeln aller Randfugen mit Silikon geht es nun weiter mit dem Einkleben des Spiegels (Vorsicht: Nur speziellen Spiegelkleber verwenden, ansonsten kann der Spiegel blind werden!!), dem Anbringen der Objekte und der Armaturen, Lampen etc.

Bis auf wenige “Kleinigkeiten”, wie z.B. Duschtrennwand, Fensterbank, Handtuchhalter etc. ist es nun vollbracht: Das Bad ist jetzt mehr oder weniger fertig!!!

…Feierlaune kommt auf :)

Badewannenseite

Auch nach vielen Wochen freue ich mich jetzt jedes Mal, wenn ich in das Bad komme. Eigentlich gibt es nichts, was ich nachtraeglich anders machen wuerde, oder was nicht voll und ganz meinen Vorstellungen entspricht.

Ueber Geschmaeker laesst sich ja bekanntlich streiten, uns war jedoch ein zeitloses und helles Bad wichtig, und das haben wir glaube ich ganz gut hinbekommen.

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